Stratosphären-Ballon-Mission Illingen III trotz Problemen erfolgreich beendet
Samstag, 16. Mai 2009 22:54
Bericht unserer Ballonmission ILLINGEN 3 aus dem Saar-Rundspruch 18/2005
Eine Ballonmission ist erst abgeschlossen wenn die wertvolle Nutzlast mit den erforderlichen Ballonkomponenten geborgen ist und sich dann in sicheren Händen befindet.
An Christi Himmelfahrt, dem 5. Mai 2005 startet in Marpingen zum dritten mal ein Stratosphärenballon mit Amateurfunknutzlast. Diese Mission hatten die Mitglieder des OV Illingen Q13 schon über einen längeren Zeitraum vorbereitet. Leider wurde der geplante Lineartransponder für den genannten Start nicht fertiggestellt. Deshalb wurde auf vorhandene Komponenten zurückgegriffen und kurzfristig ein FM-Transponder zusammengebaut. Die Eingabefrequenz des Transponders mit dem Rufzeichen DF0AIS lag im 70cm- und die Ausgabefrequenz im 2m Amateurfunkband. Weiterhin bestand die Nutzlast aus dem üblichen GPS-Empfänger und den meteorologischen Sonden mit dem dazugehörigen 2m Sender. Diese Telemetriedaten wurden in Packetradio und mit einer Sprachausgabe auf einer weiteren 2m Frequenz ausgesendet.
Nach kurzer Flugzeit wurden keine Telemetriedaten empfangen was den kompletten Ausfall der zweiten Nutzlast bedeutete. Die letzten Daten zeigten eine Höhe des Ballon von 22 000 Meter, nicht unweit hinter der deutsch-französischen Grenze in der Nähe von Forbach mit der Flugrichtung Süden. Ab diesem Zeitpunkt fehlte die Standortbestimmung mittels GPS.
Der FM-Transponder arbeitete problemlos. Stationen aus fast ganz Deutschland, den Niederlanden und aus Belgien konnten miteinander in Kontakt treten. Und das funktionierte schon mit einem einfachen Dualband-Handfunkgerät.
Der Ballonflug endete nach 2,5 Flugstunden südwestlich von Saaralb in Lothringen. Geplant war diesmal eine kurze Missionsdauer von maximal drei Stunden, da am Nachmittag eine weitere Ballonmission in Bad Mergentheim stattfand und man Kollisionen des Funkverkehrs unbedingt vermeiden wollte.
Die nun spektakuläre Bergung der wertvollen Nutzlast vollzogen die routinierten “Ballonjäger“ Anton Waldner, DF8UZ und Josef Hölz, DG8SDR in Ihrer professionellen Art und Weise. Wobei mit Art durchaus die Kunst gemeint ist, dieses Drama doch noch glücklich enden zu lassen. Nicht verifizierbare Informationen liegen dem Q13 Team vor, dass eine G-Station, eine HB9-Station und (unwahrscheinlich) eine RK-Station über den Transponder gehört wurden bzw. diese den Transponder gehört haben.
Thema: ILLINGEN III (05.05.2005) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr

