Ablauf des Projektes
Während der ca. 40-minütigen Befüllung wird die Nutzlast vorbereitet. Parallel dazu wird der Radar-Reflektor und der Fallschirm verknotet. Der Radar-Reflektor dient der Lokalisierung des Ballons durch die DFS (Deutsche Flugsicherung). Der Fallschirm ist ebenfalls ein sehr wichtiges Element im Gespann, denn nach dem Platzen des Ballons öffnet er sich. Dadurch wird ein freier, ungebremster Fall der Nutzlast verhindert und sie gleitet sicher richtung Boden.
![]() Vorbereitung des Fallschirms |
![]() Der Radarreflektor |
Für alle diese Arbeiten werden extra Teams zusammengestellt. Jedes Team hat eine bestimmte Aufgabe. Nur so kann man den Zeitplan einhalten, denn die Teams arbeiten unabhängig voneinadnder.
Der Ballon wird im Idealfall in einem Partyzelt befüllt, um ihn vor eventuellem Niederschlag oder Feuchtigkeit zu schützen. Ebenso wird eine saubere Decke ausgelegt, damit keine spitzen Holzsplitter, Steine usw. die empfindliche Hülle beschädigen können. Dafür werden zwischen drei und vier Personen benötigt, denn je größer der Ballon wird, desto mehr Auftrieb wird erzeugt und er muss festgehalten werden. Kurz vor dem Start wird mit einer Federwage der erzeugte Auftrieb gemessen und bei Bedarf noch etwas Helium dazugegeben.
![]() Ballon während der Anfangsphase der Befüllung |
![]() Messung der Zugkraft mit der Federwage nach der Befüllung |
Bei den anderen Arbeiten an Nutzlast, Radarreflektor und Fallschirm arbeiten ebenfalls drei bis vier Personen.
Während dieser Vorbereitungen am Ballon ist das Kontrollzentrum schon aktiv. Dort werden die Daten, welche der Telemetrie-Sender während des Fluges aussenden wird, empfangen und ausgewertet. Im Convers-Kanal 55 im Packet-Radio-Netz sind schon die ersten Funkamateure aktiv. Die Kontrollstation hält die dort eingeloggten Benutzer auf dem Laufenden und beantwortet Fragen. Ebenso werden Meldungen über EchoLink und über die Homepage veröffentlicht.
Ist der Ballon dann endlich befüllt und die Arbeiten an der Nutzlast abgeschlossen, beginnt die “heiße Phase”: Es steht ein Anruf bei der DFS an. Sie muss die Start-Freigabe erteilen. Ohne sie, kann der Ballon nicht gestartet werden.
Ist diese erteilt, erfolgt ein letzter Funktionstest der Nutzlast, und los geht die Reise in die Stratosphäre.
Jetzt drängen sich alle um die Kontrollstation, denn jeder will mitbekommen, was der Ballon sendet. Besonderes Interesse ziehen regelmäßig die ATV-Bilder auf sich.
Schon kurz nach dem Start macht sich das “Verfolgerteam” auf den Weg. Es hat die wichtige Aufgabe, den Ballon nach der Landung zu bergen und die Nutzlast zurück zu bringen.
![]() Der Ballon ist gelandet |
![]() Toni, DF8UZ mit der Nutzlast |

















