Artikel in einer Lokalzeitung
Samstag, 16. Mai 2009 22:48
Thema: ILLINGEN II (20.05.2004) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr
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Samstag, 16. Mai 2009 22:19
Bericht unserer Ballonmission ILLINGEN 2 aus dem Saar-Rundspruch 20/2004
Start des Stratosphärenballons mit Amateurfunknutzlast Illingen II
Die Jugendlichen (Mädchen und Jungen im alter ab 14 Jahre) des Ortsverbandes Illingen Q13 im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V. (AATiS) starteten an Christi Himmelfahrt, dem so genannten Vatertag, am 20. Mai 2004 einen Stratosphärenballon mit Amateurfunknutzlast.
Um 10:00 Uhr Lokalzeit wurde der Ballon vom Clubgelände des OV Illingen Q13, auf dem sagenumwobenen Weinhausköpfchen in Marpingen zu seiner Fahrt in die Stratosphäre entfesselt.
An einem mit Helium gefüllten Wetterballon wurden meteorologische Sonden, ein GPS-Navigationssystem und ein Amateurfunkfernsehsender, die Funkamateure selbst gebaut haben, innerhalb von vier Stunden auf eine Höhe von 26 000 m transportiert, wo der Ballon zerplatzte. Das Gewicht der Nutzlast betrug 845 Gramm. Die Nutzlast gelangte an einem Fallschirm wieder unbeschädigt zum Boden.
Während der gesamten Ballonmission wurden kontinuierlich Daten wie Position, Locator, Flughöhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit, Außentemperatur, Innentemperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Batteriespannung, Strom und ein Livebild der eingebauten Kameras via Amateurfunkfernsehen zur Empfangsstation auf das Weinhausköpfchen gefunkt. Abwechselnd wurden Aufnahmen des Ballon und der Erde gezeigt. Glücklicher Weise war gerade die Kamera die den Ballon zeigt eingeschaltet als dieser in 26 000m Höhe platzte, so wurde auf dem Weinhausköpfchen die gesamte Mission miterlebt, aber aus 200km Entfernung. Die ATV Bilder wurden auch in Oldenburg empfangen und zum Teil auch über das dortige ATV-Relais wieder ausgestrahlt.
Die Daten der GPS-Sonde erlaubt fortwährend eine Ortsbestimmung (geographische Koordinaten und Höhe) des Ballon. Die genannten Daten wurden abwechselnd als AX25 Datenprotokoll und als Sprachansage ausgesendet. Das systematische Auffinden und bergen der Nutzlast durch mobile Funkamateure wird durch den Empfang der GPS-Daten erheblich erleichtert.
Wieder einmal konnte Toni Waldner, DF8UZ den Ballon bergen, nur kurze Zeit bevor das saarländische Bergungsteam am Landeplatz eintraf. Der Ballon landete nur 3m neben der Fahrbahn der Autobahn A 3, in der Nähe von Wertheim.
Das Experiment hat das Ziel Jugendlichen moderne Telekommunikations- Verfahren und experimentelles Arbeiten zu vermitteln.
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