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Stratosphären-Ballonstart in Luxemburg am 23. Mai 2008

Samstag, 16. Mai 2009 23:00


Aktuelle Infos

Live-Stream der ATV-Bilder im Internet:

Die Fernsehbilder der ATV-Nutzlast sind als Livestream im Internet abrufbar unter http://158.64.26.135/wetterballon.htm (funktioniert leider nur mit MS Internet Explorer). Der Stream kann jedoch auch direkt unter folgender Adresse mit dem Windows Media Player empfangen werden: mms://158.64.26.135/Wetterballon.


Bericht mit weiterführenden Infos
Ecole Privée Fieldgen

Am Freitag, dem 23. Mai 2008 findet ein Stratosphären-Ballonstart in Luxemburg mit Amateurfunk-Nutzlast statt. Der Start wird mit Schülerinnen der Meteorologie-AG an der „Ecole Privée Fieldgen“ durchgeführt, einer privaten Mädchenschule im Zentrum von Luxemburg-Stadt. Das Projekt wird unterstützt und begleitet von Funkamateuren des DARC e.V. Ortsverband Illingen Q13 in Zusammenarbeit mit dem Team des OV Taubertal-Mitte P56 und dem Réseau Luxembourgeois des Amateurs d’Ondes Courtes. Initiiert wurde das Projekt seitens der Schülerinnen. Der Ballonstart findet aus Anlass der Einweihung der neuen Wetterstation der Meteorologie-AG statt, zudem hat Fieldgen an diesem Tag ihren Tag der offenen Tür. Eine einmalige Möglichkeit, die Faszination Amateurfunk auf internationaler Ebene einem breiten Publikum zu präsentieren.

Da sich die Schule im Zentrum von Luxemburg-Stadt, nur unweit des Hauptbahnhofes, befindet, wird der Start vom begehbaren Flachdach der Schule aus erfolgen, wo auch die Wetterstation der Schule installiert ist. Geplanter Startzeitpunkt ist um 09:45 Uhr. Da das Startfenster mit dem lux-Airport Findel koordiniert werden muss, kann sich der Start um einige Minuten verfrühen bzw. verzögern.

DARC e.V. Ortsverband Taubertal-Mitte P56 Die Amateurfunk-Nutzlast besteht aus einer GPS-Bake mit Sprachausgabe und Datenübertragung per Packet-Radio bzw. APRS. Standbilder einer integrierten Kamera werden per SSTV übertragen. Die Nutzlast wurde entwickelt vom Team des OV P56 und hat sich bei zahlreichen Starts in DL bewährt, zuletzt am 08. März 2008 beim 23. Bundeskongress für Amateurfunk und Telekommunikation an Schulen des AATiS in Goslar.

Zudem wird eine Nutzlast mit Amateurfunkfernsehen dabei sein, welche Live-Bilder im 13cm-Band in ATV aussenden wird. Mit an Bord sind zwei Kameras, die jeweils automatisch auf den Sender geschaltet werden. Diese Nutzlast wurde vom Team des OV Q13 entwickelt und auch schon bei einigen Starts erfolgreich eingesetzt. Bei gutem Wetter sind entsprechend schöne Bilder der luxemburgischen Hauptstadt aus der Ballonperspektive zu erwarten, welche zudem durch die SSTV-Bilder ergänzt werden. Die ATV-Bilder sind zudem als Livestream im Internet abrufbar. Dabei wird auch die Sprachausgabe der GPS-Nutzlast übertragen. Somit müssen auch Funkamateure ohne ATV-Empfangsmöglichkeit nicht auf die Live-Bilder verzichten. Die Adresse lautet: http://158.64.26.135/wetterballon.htm (funktioniert leider nur mit MS Internet Explorer). Der Stream kann jedoch auch direkt unter mms://158.64.26.135/Wetterballon mit dem Windows Media Player geöffnet werden.

Beim Aufstieg des Ballon bis in die Stratosphäre (ca. 30.000 m) werden u.a. folgende meteorologische Daten erfasst und zur Erde gefunkt: Temperatur, Luftdruck, Feuchte und Röntgenstrahlung. Ebenso GPS-Daten, wie die aktuelle Höhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit und Beschleunigung als NMEA- und APRS-Pakete.

Der Ballon wird unter dem Rufzeichen LX9EPF auf folgenden Frequenzen senden:

  • 145.200 MHz: GPS-Bake, APRS / Telemetrie, Sprachausgabe und SSTV
  • 433.400 MHz: GPS-Bake, APRS / Telemetrie
  • 144.850 MHz: APRS
  • 2329.000 MHz: ATV (analog / PAL)

Wir bitten alle Funkamateure, uns Empfangsberichte sowie elektronische Mitschriften der Telemetrie- und GPS-Daten zukommen zu lassen. Senden Sie Ihre Logs, empfangenen SSTV-Bilder und ATV-Mitschnitte per E-Mail an rapporte@ballonprojekt.de. Vielen Dank!

Dieser Ballonstart ist ein gutes Beispiel für die, nicht nur überregionale, sondern auch internationale Zusammenarbeit der Funkamateure und möchte dazu beitragen, junge Menschen für die dahinter stehende Technik zu begeistern.

Weitere Informationen finden Sie unter

Pfeil_klein Ecole Privée Fieldgen
Pfeil_klein DARC e.V. Ortsverband Taubertal-Mitte P56
Pfeil_klein Réseau Luxembourgeois des Amateurs d’Ondes Courtes

Thema: LUXEMBURG 2008 (23.05.2008) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr

Stratosphären-Ballon-Mission Illingen III trotz Problemen erfolgreich beendet

Samstag, 16. Mai 2009 22:54

Bericht unserer Ballonmission ILLINGEN 3 aus dem Saar-Rundspruch 18/2005


Eine Ballonmission ist erst abgeschlossen wenn die wertvolle Nutzlast mit den erforderlichen Ballonkomponenten geborgen ist und sich dann in sicheren Händen befindet.

An Christi Himmelfahrt, dem 5. Mai 2005 startet in Marpingen zum dritten mal ein Stratosphärenballon mit Amateurfunknutzlast. Diese Mission hatten die Mitglieder des OV Illingen Q13 schon über einen längeren Zeitraum vorbereitet. Leider wurde der geplante Lineartransponder für den genannten Start nicht fertiggestellt. Deshalb wurde auf vorhandene Komponenten zurückgegriffen und kurzfristig ein FM-Transponder zusammengebaut. Die Eingabefrequenz des Transponders mit dem Rufzeichen DF0AIS lag im 70cm- und die Ausgabefrequenz im 2m Amateurfunkband. Weiterhin bestand die Nutzlast aus dem üblichen GPS-Empfänger und den meteorologischen Sonden mit dem dazugehörigen 2m Sender. Diese Telemetriedaten wurden in Packetradio und mit einer Sprachausgabe auf einer weiteren 2m Frequenz ausgesendet.
Nach kurzer Flugzeit wurden keine Telemetriedaten empfangen was den kompletten Ausfall der zweiten Nutzlast bedeutete. Die letzten Daten zeigten eine Höhe des Ballon von 22 000 Meter, nicht unweit hinter der deutsch-französischen Grenze in der Nähe von Forbach mit der Flugrichtung Süden. Ab diesem Zeitpunkt fehlte die Standortbestimmung mittels GPS.
Der FM-Transponder arbeitete problemlos. Stationen aus fast ganz Deutschland, den Niederlanden und aus Belgien konnten miteinander in Kontakt treten. Und das funktionierte schon mit einem einfachen Dualband-Handfunkgerät.

Der Ballonflug endete nach 2,5 Flugstunden südwestlich von Saaralb in Lothringen. Geplant war diesmal eine kurze Missionsdauer von maximal drei Stunden, da am Nachmittag eine weitere Ballonmission in Bad Mergentheim stattfand und man Kollisionen des Funkverkehrs unbedingt vermeiden wollte.

Die nun spektakuläre Bergung der wertvollen Nutzlast vollzogen die routinierten “Ballonjäger“ Anton Waldner, DF8UZ und Josef Hölz, DG8SDR in Ihrer professionellen Art und Weise. Wobei mit Art durchaus die Kunst gemeint ist, dieses Drama doch noch glücklich enden zu lassen. Nicht verifizierbare Informationen liegen dem Q13 Team vor, dass eine G-Station, eine HB9-Station und (unwahrscheinlich) eine RK-Station über den Transponder gehört wurden bzw. diese den Transponder gehört haben.

Thema: ILLINGEN III (05.05.2005) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr

Artikel in einer Lokalzeitung

Samstag, 16. Mai 2009 22:48

Thema: ILLINGEN II (20.05.2004) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr

Mission in 26 000m Höhe

Samstag, 16. Mai 2009 22:19

Bericht unserer Ballonmission ILLINGEN 2 aus dem Saar-Rundspruch 20/2004


Start des Stratosphärenballons mit Amateurfunknutzlast Illingen II

Die Jugendlichen (Mädchen und Jungen im alter ab 14 Jahre) des Ortsverbandes Illingen Q13 im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V. (AATiS) starteten an Christi Himmelfahrt, dem so genannten Vatertag, am 20. Mai 2004 einen Stratosphärenballon mit Amateurfunknutzlast.

Um 10:00 Uhr Lokalzeit wurde der Ballon vom Clubgelände des OV Illingen Q13, auf dem sagenumwobenen Weinhausköpfchen in Marpingen zu seiner Fahrt in die Stratosphäre entfesselt.
An einem mit Helium gefüllten Wetterballon wurden meteorologische Sonden, ein GPS-Navigationssystem und ein Amateurfunkfernsehsender, die Funkamateure selbst gebaut haben, innerhalb von vier Stunden auf eine Höhe von 26 000 m transportiert, wo der Ballon zerplatzte. Das Gewicht der Nutzlast betrug 845 Gramm. Die Nutzlast gelangte an einem Fallschirm wieder unbeschädigt zum Boden.
Während der gesamten Ballonmission wurden kontinuierlich Daten wie Position, Locator, Flughöhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit, Außentemperatur, Innentemperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Batteriespannung, Strom und ein Livebild der eingebauten Kameras via Amateurfunkfernsehen zur Empfangsstation auf das Weinhausköpfchen gefunkt. Abwechselnd wurden Aufnahmen des Ballon und der Erde gezeigt. Glücklicher Weise war gerade die Kamera die den Ballon zeigt eingeschaltet als dieser in 26 000m Höhe platzte, so wurde auf dem Weinhausköpfchen die gesamte Mission miterlebt, aber aus 200km Entfernung. Die ATV Bilder wurden auch in Oldenburg empfangen und zum Teil auch über das dortige ATV-Relais wieder ausgestrahlt.
Die Daten der GPS-Sonde erlaubt fortwährend eine Ortsbestimmung (geographische Koordinaten und Höhe) des Ballon. Die genannten Daten wurden abwechselnd als AX25 Datenprotokoll und als Sprachansage ausgesendet. Das systematische Auffinden und bergen der Nutzlast durch mobile Funkamateure wird durch den Empfang der GPS-Daten erheblich erleichtert.
Wieder einmal konnte Toni Waldner, DF8UZ den Ballon bergen, nur kurze Zeit bevor das saarländische Bergungsteam am Landeplatz eintraf. Der Ballon landete nur 3m neben der Fahrbahn der Autobahn A 3, in der Nähe von Wertheim.

Das Experiment hat das Ziel Jugendlichen moderne Telekommunikations- Verfahren und experimentelles Arbeiten zu vermitteln.

Thema: ILLINGEN II (20.05.2004) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr

Bericht aus der Zeitschrift “Funkamateur”

Samstag, 16. Mai 2009 22:04

Bericht unserer Ballonmission ILLINGEN 1 aus dem “Funkamateur” Ausg. 12/2003

Bericht im PDF-Format anzeigen


Ballonmission des OV Illingen

Für den 1.11.03 hatten wir uns den Start eines Stratosphärenballons mit Arnateurfunknutzlast vorgenommen. Mit Unterstützung durch den AATiS wollten wir eine GPS-Bake und auch einen ATV-Sender in Höhen über 30 km schicken. Der Wettergott meinte es gut mit uns - am Morgen hatten sich die Wolken über Nacht ausgeregnet und wir konnten ohne Regenschirm wie geplant mit den Vorbereitungen um 8 Uhr beginnen. Als Startort hatten wir unser OV-Gelände bei Marpingen (JN39NK) ausgewählt und bei 8 °C Lufttemperatur, 83 % relativer Feuchte, 8/8 Bewölkung und leichtem Wind aus Südwest begannen wir für alle Fälle mit dem Aufbau eines Partyzeltes zum Schutz der Ballonhülle (Vereisungsgefahr bei nasser Ballonhülle mit vorzeitigem Platzen in niedriger Höhe).

18 angemeldete Teilnehmer waren vor Ort und weitere 25 Gäste sowie Vertreter der Presse hatten sich eingefunden, um das Geschehen zu beobachten.
Der Start war für 10 Uhr geplant. Erfahrungsgemäß nimmt die Befüllung der Ballonhülle 20 min in Anspruch, sodass wir unmittelbar nach Eintreffen des AATiS- Teams mit der Ausrüstung (Ballonhülle, Reserveballon, Fallschirm und Radarreflektor) gegen 9.30 Uhr die Teams für die Helium-Gasflasche und die Vorbereitung des Nutzlastgespanns einteilten. Die Arbeiten wurden parallel durchgeführt, um so die Zeit optimal zu nutzen. Wie sich schnell herausstellte, hatten wir einen ungeeigneten Druckminderer an der Gasflasche montiert - die Befüllung der Ballonhülle zog sich unangenehm in die Länge. Nach einer Startverschiebung auf 10.15 Uhr wurde ein weiterer Anruf bei der Flugsicherung notwendig, welcher die Startverzögerung in Aussicht stellte. Schließlich starteten wir den Ballon mit sparsamer Heliumbefüllung, um eine weitere Verschiebung zu vermeiden.
Alle anderen Systeme standen seit Längerem bereit und funktionierten wie vorgesehen, sodass wir das komplette Gespann auf der Wiese auslegten und um 10.35 Uhr in den Himmel aufsteigen ließen. Innerhalb kurzer Zeit verschwand das Gespann in den niedrigen Wolken und war danach nur über Funk zu verfolgen. Wie nicht anders zu erwarten, stieg der Ballon sehr gemächlich mit 130 m/min auf und nicht mit den sonst gewohnten 300 m/min. Dies versprach ein ziemlich langer Flug zu werden und es war ungewiss, ob die 30 km Gipfelhöhe erreicht werden konnten. Die ATV-Bilder waren hervorragend und gaben uns einen herrlichen Blick auf die geschlossene, sonnenbeschieneneW olkendecke von oben. Der ATV-Sender wurde uns von Henning, DF9IC, leihweise zur Verfügung gestellt; für die Stationskennung baute Josef, DK7VK, einen Videotextencoder, wie er vor Jahren im FUNKAMATEUR veröffentlicht wurde.
Der Empfang der Bilder gelang bis über den Taunus hinweg, wo durch die aufgerissene Wolkendecke kurz zuvor der Rhein zu bewundern war. Über dem Flugverkehrsknotenpunkt nahe Frankfurt (Funkfeuer Rüdesheim) hatten wir zum Glück bereits eine Höhe von über 11 km erreicht. Wenig später fiel das Kamerasystem aus, und nach ein paar Minuten mit Träger und Rufzeichenanzeige stellte auch der ATV-Sender ihren Dienst ein, denn die Batterien waren nach über zwei Stunden Dauerbetrieb leer.
Unmittelbar nach dem Start machten sich die drei Verfolgerteams auf den Weg: Wolfgang, DDIWKS, mit Tochter Stefanie, Frank, DL4VCG, mit Leif, DJ0XR, und Joachim, DK5VP mit Horst, DF1VU. In der Gegend von Bad Kreuznach wurde erkennbar, dass durch die niedrige Steigrate ein langer Flug mit entsprechender Entfernung bevorstand und die Teams brachen nach Rücksprache mit der Leitstation DLOOI in Marpingen die Verfolgung ab.

Es war auch absehbar, dass ein weiteres Verfolgerteam jenseits der Rheins nicht mehr einzuholen war. Dort lauerten nämlich seit Startbeginn Toni Waldner, DF8UZ, und Josef, DG8SDR, im Raum Frankfurt/Bad Homburg. Speziell Toni hatte nach dem unschönen Ausgang der letzten “Ballontrauben-Mission” mit dem WDR-”Maus”- Team und aufgrund seiner Erfahrung im Verfolgen der AATiS-Ballone vorgesorgt. Bekanntlich war damals die gesamte Nutzlast noch vor dem Eintreffen des Bergungsteams entwendet worden. Alle Hoffnung lag ab diesem Zeitpunkt auf den beiden Funkamateuren aus dem Süden Deutschlands sowie auf den zahlreichen Beobachtern, die sich im PP-Convers-Netz auf Kanal 55 einfanden.
Der Ballon stieg zu unserer Überraschung stetig weiter, passierte die 30-km-Marke und es wurden am Startplatz Wetten abgeschlossen, ob auch noch die 31 km erreicht würden. Gegen 13.26 Uhr gab es Applaus, als mit 31 068 m der Gipfelpunkt angesagt wurde. Die Freude dauerte nicht lange, denn zu unserem Erschrecken fiel die Bake mitten in der Sprachansage aus! Nicht auszudenken, wie die Verfolger enttäuscht sein würden - nach vielen Kilometern Fahrt stand kein Signal zum Anpeilen mehr zur Verfügung. Wir waren schon beim Sortieren unserer “sieben Sachen”, als aus dem Kontrollcontainer der Ruf kam: “Er sendet wieder!” Fast 20 bange Minuten lang war der Sender verstummt, als um 13.43 Uhr wieder eine GPS-Position und -Höhe angesagt wurden. Die Nutzlast befand sich seit geraumer Zeit am Fallschirm im Sinkflug und nur noch 23 km hoch, das Ganze in der Gegend. um Gießen und die Verfolger zum Glück noch nicht auf dem Heimweg.
Erste Prognosen zum voraussichtlichen Landeort wurden geäußert - Göttingen vermutet, und Ralf, DH9RS, sollte mit Eisenach Recht behalten. Die Nutzlast landete 15.30 Uhr, nach rekordverdächtigen fünf Stunden Flug, östlich von Eisenach. Toni und Josef gelang es, die Telemetriebox zusammen mit Radarreflektor und Fallschirm zu bergen. Es machten sich spontan auch andere Funkamateure aus der Umgebung von Eisenach auf die Suche und mindestens ein Suchteam traf auch kurz danach an der Landestelle ein. Die GPS-Box wurde noch eine Weile in Betrieb gelassen, um weiteren Suchern eine vergebliche Mühe zu ersparen.
Die nachträgliche Untersuchung der Telemetriedaten ergab, dass für den Sendeausfall kein Kurzschluss oder Leitungsbruch verantwortlich war. Alles deutet darauf hin, dass kein Zusammenhang mit dem Ballonplatzen bestand, sondern eine Überhitzung des Sendemoduls vorlag. Der anschließende Fall der Telemetriebox sorgte für zusätzlichen “Durchzug”, sodass nach der Abkühlung der Sendebetrieb wieder aufgenommen wurde.

In Marpingen wurde weiter über den Erfolg der Ballonmission diskutiert und die spannenden Augenblicke dieses Experiments analysiert. Die Ballonjäger kamen spät in der Nacht mit der wertvollen Nutzlast zu Hause an. Die Ergebnisse dieser Unternehmung wird der OV IIlingen auf der AMTEC am 30.11. am AATiS-Stand präsentieren. Schauen Sie vorbei und blicken aus 11 km Höhe auf den Rhein bei Bingen!

Thema: ILLINGEN I (01.11.2003) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr