Ballon aus 20m hohem Baum geborgen
Freitag, 10. Juli 2009 16:11
Am Samstag, 04. Juli 2009 gegen 18:30 Uhr endete unsere wohl bisher längste Ballonmission. Nachdem der Ballon am Freitag, 03. Juli 2009 gegen 11:00 Uhr gestartet wurde, stand bereits fest, dass eine lange Flugdauer bevorsteht, da der Ballon nur sehr geringen Auftrieb erzeugte.
Die anschließende Bergung indes, sollte sich um so länger hinziehen, wobei das Bergungsteam um Toni, DF8UZ erfolgreich war und den Ballon nach sehr schwieriger Anfahrt im nassen Waldgelände als erstes erreichte. Das zweite Bergungsteam um Matthias, DG4MA traf kurze Zeit später in der Nähe des Fundortes ein und erhielt prompt den Preis für das schmutzigste Auto
Es stellte sich heraus, dass der Ballon in etwa 20 Meter Höhe auf einem Baum mitten im Wald gelandet war. Das Gelände war sehr steil und unwegsam. Daher musste die Bergung gegen 21:00 Uhr vorerst unterbrochen werden. Die Nutzlast sendete weiterhin munter Telemetrie- und Positionsdaten aus und war noch in einiger Entfernung gut zu hören. Daran änderte sich auch am nächsten Tag nichts, als Alfred, DB1VQ gegen 06:00 Uhr im Gelände rund um den Ballon unterwegs war. Später wurde er von Michael, DO2OGK abgelöst. Wir hatten unterdessen Kontakt zu einem professionellen “Baumkletterer” aufgenommen, der sich bereit erklärte, den Ballon aus der Baumkrone zu befreien.
Vor Ort waren dann auch Lukas, DO7VLR und Heiko, DL1VN. Stephan, DL3CM und unser Klettermeister trafen gegen 17:15 Uhr nach langem, steilem und beschwerlichem Aufstieg durch den Wald unter dem Ballon ein. Gegen 18:05 Uhr befand sich die Nutzlast sowie alle weiteren Ballonteile sicher am Boden..
Die Batterien waren nach über 30 Stunden noch immer nicht am Ende, die Nutzlast sendete weiterhin Daten.
Die Bilder sprechen für sich…bitte zum Vergrößern einfach anklicken.
- Stephan, DL3CM und unser Klettermeister erklimmen mühsam den Steilen Weg zum Ballon
- Bald haben sie es geschafft.
- Auf diesem Baum ist der Ballon gelandet.
- Hier kann man die Nutzlast erkennen.
- Die Gruppe am Boden unter dem Baum.
- Unser Klettermeister macht sich bereit...
- ...und legt seine Ausrüstung an
- ca. 17 kg Material wird er mit auf den Baum nehmen
- Gleich kanns los gehen
- Natürlich hat er auch genügend Getränke dabei
- Die Sicherungsseile werden geprüft.
- ...und schon geht es mit den Steigeisen hinauf...
- Hier kann man sich ein ungefähres Bild von der Höhe machen.
- Er ist schon recht weit vorangekommen.
- Hier sieht man den Fallschirm im Baum.
- ...und hier auch die Nutzlast und den Radar-Reflektor.
- Er ist fast angekommen
- Die Ballonhülle ist auf einem Baum nebenan gelandet...
- Der Fallschrim wird mit einem Teleskopstab herangezogen...
- ...und schließlich zusammen mit dem Radar-Reflektor am Seil heruntergelassen
- Michael, DO2OGK ist für das Seil zuständig.
- Das ganze passiert in ca. 20m über dem Boden...
- Hier etwas im Detail. Jedoch schlecht zu erkennen aufgrund der vielen Blätter.
- Nun wird endlich die Nutzlast am Seil heruntergelassen
- Die 2m-Nutzlast mit GPS und Telemetrie-Einheit und Antenne
- Die ATV-Nutzlast
- ...endlich sicher am Boden
- Nun muss nur noch unser Klettermeister sicher herunterkommen...
- ...und er lässt sich am Seil heruntergleiten
- ...fast geschafft
- Die Nutzlast und die Ballonteile sind nun auch im Auto verstaut.
- Ein abschließendes Gruppenfoto nach einer anstrengenden Mission.
Thema: LEBACH 2009 (03.07.2009) | Kommentare (0) | Autor: do7vlr




































Die Amateurfunk-Nutzlast besteht aus einer GPS-Bake mit Sprachausgabe und Datenübertragung per Packet-Radio bzw. APRS. Standbilder einer integrierten Kamera werden per SSTV übertragen. Die Nutzlast wurde entwickelt vom Team des OV P56 und hat sich bei zahlreichen Starts in DL bewährt, zuletzt am 08. März 2008 beim 23. Bundeskongress für Amateurfunk und Telekommunikation an Schulen des AATiS in Goslar.